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Wenn du im Büro sitzt und an Hawaii denkst, bist du weder im Büro noch auf Hawaii.

Danke Marc

 

Blick aus dem Fenster bei VipassanaBlick aus dem Fenster bei Vipassana

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Vipassana-Erfahrungsbericht

Vom 27.12.2014 bis 06.01.2015 habe ich an einem Vipassana-Retreat in Vallendar teilgenommen. Um dich an diesem besonderen Erlebnis teilhaben zu lassen, habe ich hier einige Gedanken und Erklärungen niedergeschrieben. Hab viel Freude beim Lesen. Und sollten Fragen auftauchen, oder der Wunsch selber an so einem wunderbaren Retreat teilzunehmen, sprich mich gern an. 

 

Was ist Vipassana:

Vipassana ist eine der ältesten Meditationstechniken Indiens und bedeutet so viel wie "die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind". Vipassana wurde in Indien vor über 2500 Jahren von Gotama, dem Buddha, wiederentdeckt und von ihm als ein universelles Heilmittel gegen universelle Krankheiten, als eine Kunst zu leben gelehrt.

Diese jedem frei zugängliche Technik, die nichts mit Religion oder Weltanschauung zu tun hat, strebt die vollständige Beseitigung geistiger Unreinheiten und letztendlich vollkommene Befreiung an. Heilung, jedoch nicht nur Heilung von Krankheiten, sondern das umfassende Geheiltwerden von menschlichem Leiden ist ihr Ziel.

Vipassana ist ein Weg der Selbstveränderung durch Selbstbeobachtung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der engen Wechselbeziehung zwischen Körper und Geist, die durch trainierte, auf die körperlichen Empfindungen gerichtete Achtsamkeit auf direktem Wege erfahren werden kann. Diese Empfindungen bestimmen das Leben des Körpers, beeinflussen einander im ständigen Wechselspiel und konditionieren den Geist. Die auf eigene Beobachtung gründende, selbsterforschende Reise zu dem gemeinsamen Ursprung von Geist und Körper löst die geistigen Unreinheiten auf und führt zu einem ausgeglichenen Geist voller Liebe und Mitgefühl.

Die Naturgesetze, die unser Denken, unsere Gefühle, unsere Urteile und Empfindungen steuern, werden klar. Durch direkte Erfahrung versteht man, wie man Fortschritte macht und wann man wieder zurückfällt, wie man Leiden schafft oder sich davon befreit. Das eigene Leben wird bestimmt durch gesteigerte Achtsamkeit, das Durchschauen von Illusion und Täuschung, größere Selbstkontrolle und inneren Frieden.

 

Wie habe ich meine Zeit in Vipassana erlebt:

Angekommen in Vallendar. Mein Navi hat mich, nach 400 Kilometern und 5 Stunden Fahrt, auf einen Berg im kleinen Städtchen Vallendar geführt. Einsam dort oben ein Haus gelegen und eine kleine Kapelle. Das Haus hat eine graue Holzfassade. Kaum habe ich mein Auto auf dem Parkplatz abgestellt, werde ich von Kati und Aadrian herzlich begrüßt. Ich darf mir eins, der noch freien Zimmer, aussuchen und entschließe mich für ein Zimmerchen am Ende des Ganges. Mein Gedanke: Dort ist mehr Ruhe. Ruhe werde ich allerdings mehr als genug haben, was mir noch nicht so klar ist. Das Zimmer, einfach aber zweckmäßig eingerichtet. Keine Schnörkel, kein Schi-Schi. Bett, Schrank, Tisch, Stuhl und eine kleines Badezimmer mit Dusche. Ok, soweit alles gut. Meine übersichtlichen Sachen schnell in den Schrank geräumt, bleibt noch Zeit vor dem Abendessen und nach der langen Autofahrt ein paar Schritte an der Luft zu machen und mich ein wenig umzuschauen. Die anderen Teilnehmer trudeln so langsam ein. Wir bekommen die Möglichkeit uns den Meditationssaal anzusehen. Die Treppe rauf, im Vorraum werden die Schuhe abgestellt geht es durch eine Holztür. Hinter der Tür ein Vorhang und eine Art Schleuse, bevor ich den Raum betrete. Ein großer freundlicher Raum mit hellem Holzparkett und zwei Reihen Yogamatten, Kissen und Meditationsfellen begrüßt mich. Große Fenster zieren den ganzen Raum sind allerdings zu 3/4 mit weißen Decken verhüllt. Kein Blick nach draußen ist möglich. Nur ein ganz kleines Stück Himmel ist zu sehen. Ich habe die Auswahl mir einen Platz auszusuchen. Wo schon persönliche Dinge liegen, ist schon ein anderer Teilnehmer eingezogen. Kurz umgeschaut und die Wahl fällt auf einen Platz in der hinteren Reihe. Ich bin niemand, der gerne vorne sitzt. Und ich mag auch gern eine Wand als Begrenzung hinter mir und auch gern einen Platz am Rand. Glück gehabt! Ein Platz gleich hinter der Tür mit dem Rücken zur Wand in der zweiten Reihe ist noch frei. Ok, das ist meiner.

Um 18 Uhr zum Abendessen gibt es einen großen Tisch in der Mitte des Essraumes. Das Essen, ein kleines Süppchen und eine Platte mit allerhand Gemüse, dass ich mir selber abschnipseln kann, bereichern den Tisch. Frisches Brot gibt es dazu. Nun ist die Gruppe zusammen. 12 Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen hierher gekommen sind, sitzen eher still um den Tisch und genießen das Essen. Ein Gespräch kommt nur schwer in Gang, fast meint man jetzt schon leise sein zu müssen. Schließlich habe ich mich zu einem Schweige-Retreat angemeldet. Dass es noch viel leiser wird schwandt mir langsam.

Zunächst werden uns die Regeln erklärt. Ich darf nicht reden, nicht schreiben, nicht lesen, keinen Blickkontakt haben, nur die direkten Wege gehen, nicht in die Küche oder an irgendeinen anderen Ort. Wenn ich wichtige Fragen habe, kann ich einen kleinen Zettel schreiben und ihn Aadrian geben. Vielleicht bekomme ich dann eine Antwort. Da bin ja mal gespannt. Die Handys können zur eigenen Sicherheit abgegeben werden. Ich entschließe mich recht schnell dafür, um gar nicht erst in Versuchung zu geraten. Zu Lesen und Schreiben habe ich schon vorsorglich gar nichts mitgebracht. Sofern Zeit ist, dürfen wir an die frische Luft gehen und uns die Füße vertreten. Regel: Nur den direkten Weg rund um das Haus und lediglich rechts herum im Uhrzeigersinn. Was soll das, frage ich mich. Also Ok, rechts um das Haus, meinetwegen. Hauptsache mal raus. Muss ich gehen, wenn ich mich nicht an die Regeln halte?

Nach dem Essen eine kurze Teepause. An der Teestation, rechts vom Essraum gelegen, stehe ich mit ein paar Menschen zusammen. Kurze Erklärung zu Namen und Heimatorten. Die Frage, wer das schon einmal gemacht hat und das erste Gefühl, wer mag zu mir passen, wen finde ich interessant, wer ist eher nervig. Schon packe ich die ersten Eindrücke in meine Schulbladen. Das muss aufhören.

Dann geht es gemeinsam nach oben in den Meditationssaal. Platz genommen auf meinem Kissen, das habe ich mir von zu Hause mitgenommen, lege ich mir meine Kuscheldecke um. Auch die hat mich auf diese Reise begleitet. Und sie wird mich noch gute Dienste tun, was ich jetzt noch nicht weiss.

Nach einer Stunde sitzen und den Atem beobachten, ist es Zeit für das Bett. Noch kurz wird der Tagesablaufplan angesagt.

6:00 - 6:53 Uhr Sitzen 6:53 - 7:00 Uhr Zeit für persönliche Bedürfnisse

7:00 - 7:53 Uhr Sitzen 7:53 - 8:00 Uhr Zeit für persönliche Bedürfnisse

8:00 - 9:00 Uhr Sitzen oder Yoga

9:00 - 10:00 Uhr Essen und Zeit für persönliche Bedürfnisse

10:00 - 10:53 Uhr Sitzen 10:53 - 11:00 Uhr Zeit für persönliche Bedürfnisse

11:00 - 11:53 Uhr Sitzen 11:53 - 12:00 Uhr Zeit für persönliche Bedürfnisse

12:00 - 13:00 Uhr Sitzen oder Yoga

13:00 - 14:00 Uhr Essen und Zeit für persönliche Bedürnisse

14:00 - 15:00 Uhr Gehmeditation, rechts ums Haus

15:00 - 15:53 Uhr Sitzen 15:53 - 16:00 Uhr Zeit für persönliche Bedürfnisse

16:00 - 16:53 Uhr Sitzen 16:53 - 17:00 Uhr Zeit für persönliche Bedürfnisse

17:00 - 18:00 Uhr Sitzen oder Yoga

18:00 - 19:00 Uhr Essen und Zeit für persönliche Bedürfnisse

19:00 - 19:53 Uhr Sitzen 19:53 - 20:00 Uhr Zeit für persönliche Bedürfnisse

20:00 - 20:53 Uhr Sitzen

Wenn ich schlafen kann, darf ich schlafen gehen. Ich kann hier auch solange sitzen wie ich möchte oder noch einige Schritte um das Haus machen.

Heute entscheide ich mich für Schlafen. Also ab auf das Zimmer und noch meinen ganz persönlichen Bedürfnissen im Bad erledigt. Danach falle ich in ein, für mich viel zu weiches Bett. Hat da wohl ein dicker Pater zuvor seine Bettruhe gehalten? Noch ist mir mein Humor nicht abhanden gekommen. Gute Nacht, Claudia.

1. Tag

Ich sitze um 6 Uhr pünktlich auf meinem Kissen. Ein paar andere Mitübende sind auch schon da. Aber ich merke die Nacht hat seine Spuren hinterlassen. Mit einem leichten Ziehen im linken Beim bin ich schon angereist. Hab ich mich wohl überanstrengt in den letzten hektischen Tagen vor meiner Anreise hier. Ich dachte, das schien schon wieder besser zu werden. Vorsichtshalber habe ich alle möglichen alternativen Heilmittel eingepackt. Aber ich merke mein Bein macht mir Sorge. Ich kann schlecht sitzen, Ok, dann rutsche ich so einige mal unhörbar von einer Seite auf die andere. Neben mir hat eine Frau Platz genommen. Ich sehe nur die dunkle Hose. Vorne in der ersten Reihe links außen sitzen zwei Männer, die mit uns 10 Frauen üben wollen. Männer sollen immer in der ersten Reihe sitzen, da sie sich sonst nicht konzentrieren können, wenn sie hinter den Frauen sitzen. Und Frauen fühlen sich schneller beobachtet, so meint jedenfalls Aadrian. Na, er wird es wissen. Also sitzen die beiden irgendwie auf ihrer einsamen Männerinsel.

Nach den ersten 53 Minuten heißt es Zeit für persönliche Bedürfnisse. Also die Beine ausfalten und langsam die Treppe runter zur Teestation. Dort stehen Tasse, Teebeutel, heißes und kaltes Wasser, ein Korb mit frischem Obst und eine Schale mit Nüssen und Rosinen. Ich schenke mir also ein Tässchen ein und lehne mich an das Treppengeländer um mit gesenktem Blick meinen Tee zu trinken.

Sieben Minuten sind schneller um, als gedacht. Also folge ich, der langsam vor sich hintrottenden Masse, zurück in den Meditationssaal. Jetzt eine andere Sitzstellung ausprobieren. Wieder vergehen 53 Minuten. Aadrian erläutert mit seiner sonoren tiefen Stimme im holländischem Akzent die Methoden der Konzentration.

53 Minuten Sitzen später bin ich in der nächsten Minipause angelangt. Danach wird es etwas lebhafter. Aadrian leitet ein paar Bewegungn an, die es mir erlauben sollen, beim Atmen zu bleiben und trotzdem präsent zu sein. Prima, endlich Bewegung.

Dann ist es Zeit für das Frühstück. Im Speiseraum angekommen, stelle ich fest, dass alle Tische die gestern noch zu einer gemütlichen Essrunde eingeladen haben, nun an den äußeren Wänden aufgestellt sind. Ich schaue die nächsten Tage also auf eine kahle weiße Wand. Auf jedem Tischchen klebt ein Namensschild. Meinen Platz finde ich hinten rechts. Neben mir sitzt die Frau , die auch neben mir auf der Matte im Meditationsraum sitzt. Also der gleiche Nachbar für die nächsten 9 Tage.

Ein kleines Büffet ist aufgebaut, Dort finde ich warmen Frühstücksbrei, Brot, Käse, Aufstriche süß und herzhaft, Gemüse und Obst zum selber schneiden. Also alles da, was ich so zum Frühstück esse. Da ich ein schneller Esser bin, habe ich noch ausreichend Zeit zurück auf mein Zimmer zu gehen und mich mit Jacke und Stiefeln auszustatten. Eine halbe Stunde bleibt mir für Bewegung im Freien. Also immer schön rechts um das Haus.

Zurück im Meditationsraum heißt es wieder sitzen und zuhören. Das meistgefallene Wort in den nächsten 9 Tagen ist: Verweilen!!! Nach weiteren 53 Minuten und einer Minipause ist Zeit für eine Yogaeinheit. Aadrina leitet eine sehr bewußte intensive Yogastunde an. Gespür auf den Körper und den Atem zu bringen. Die Aufgabe die auf mich wartet in den nächsten Tagen.

Zeit fürs Mittagessen. Das Büffet nun mit einem warmen vegetarischem Gericht bestückt. Brot immer verfügbar und ein Salat steht am Rand. Also satt werde ich hier. Nur der Nachtisch fehlt. Na zum Glück habe ich da mit ein paar Tafeln Schokolade vorgesorgt. Für mich gehört der Nachtisch unbedingt zum Essen. Also zurück aufs Zimmer die Schokolade ausgepackt.

Um 14 Uhr ist Zeit für die Gehmeditation. Ich treffe mich mit allen draußen und wir laufen langsam rechts um das Haus. Die Geschwindigkeit dürfen wir selber bestimmen. Manche laufen im Schneckentempo, einige etwas gemäßigt. Wenn ich so langsam latsche, bekomme ich Rücken! Also schlage ich ein mittleres Tempo an. Wir  dürfen überholen, aber auch dort niemanden ansehen, ansprechen und auch nicht in der Gegend herum schauen. OK, meinetwegen.

Schnell ist die Zeit um und es geht zurück in den Meditationsraum. Die gleiche Prozedur wie am Vormittag erwartet mich. 3 Stunden nur mit den 7 Minuten Pausen Unterbrechnung sitzen, stehen, liegen. Ich darf variieren. Wenn ich nicht mehr sitzen kann, darf ich mich auf den Bauch oder den Rücken legen. Ich kann mir einen Stuhl holen oder eben die Sitzposition ändern wie ich möchte. Wichtig: in Stille, leise und kaum hörbar. Also gut, das schaffe ich locker.

18 Uhr endlich wieder Zeit fürs Essen. Gleicher Ablauf, kleines Büffet mit Brot, Salat und einer heißen Suppe. Aber wieder kein Nachtisch. Oh je, das mit der Schokolade wird eng. Die reicht niemals für 9 Tage!

Zum heute letzen Mal zurück in den Meditationsraum, warten noch zwei Stunden auf mich. Der erste Tag liegt hinter mir. Mein Bein spinnt rum und mir graust es vor meinem weichen Bett. Aber gut, ich hab es geschafft.

2. Tag

Ich starte später. Spätestens um 7 Uhr muss ich auf meinem Platz sitzen. Das mache ich heute und schenke mir die erste Stunde. Der Tagesablauf? Nichts überraschendes. Alles wie gestern. Kennst du Dinner for one? So ähnlich fühle ich mich jetzt schon. Last procedure as last year, last procedure as every year. Also, jeden Tag das gleiche. Ich brauche nicht planen, nichts überlegen. Ich bin laut Aadrian freigestellt, für diese 10 Tage ausschließlich zu atmen und den Körper zu spüren. Ok, atmen klappt gut und den Körper und zwar mein linkes Bein spüre ich viel zu gut. Ich höre die anderem im Raum atmen, ich versuche eine geeignete Sitzposition zu finden und zu verweilen. Und von Zeit zu Zeit schaffe ich das sogar. Lichtblicke? Ja, die Essenzeiten und die Bewegung im Laufschritt rechts um das Haus. Hoffentlich bekomme ich keinen Drehwurm. Meine Runden sind sehr zügig, aber allein dadurch, entspannt sich der Muskel, der mir die Schmerzen verursacht. Ich überhole also all die Schnecken, die auf der Strecke schlurfen. Einzig eine weitere Teilnehmerin läuft joggend selbst an mir noch vorbei. Also noch jemand mit Bewegungssucht.

3 Stunden warten wieder auf mich. Aadrian berichtet über die Stufen der Achtsamkeit. Kann ich mir die merken ohne etwas aufzuschreiben? Wird schon klappen. Ich fühle mich angekommen, es geht mir gut. Die Yogastunde am Nachmittag tut mir gut. Nach dem Abendessen werde ich zum Einzelgespräch gebeten. Mindestens jeden zweiten Tag, bekomme ich die Gelegenheit mit Aadrian zu sprechen. Dazu kommt er zu meinem Platz während wir alle in Stille verweilen. Ein Geräusch von ihm macht mich aufmerksam, dass ich zum Einzelgespräch gebeten werde. Die Treppe nach unten, finde ich mich in einem kahlen Raum wieder. Zwei Stühle stehen sich gegenüber. Einzelverhör? Nein. Ich werde gefragt, ob ich alles habe, geht es mir gut, wie komme ich mit dem Üben zurecht. Ok, alles prima, sag ich. Außer mein Bein, dass ein bißchen schmerzt. Aber alles im grünen Bereich. Das ist nicht sehr aufregend, also zurück in den Raum, zurück auf mein Kissen. Ich höre wie er nach und nach andere Teilnehmer mitnimmt. Bei einigen sind die Gespräche kurz, so wie bei mir. Bei anderen dauern sie länger.
Gut, auch dieser Tag ist geschafft. Ist doch alles easy.

3. Tag

Schlecht geschlafen, mein Bein schmerzt höllisch. Also von 6 bis 6:30 erstmal um das Haus walken und meine Muskeln lockern, ansonst schaffe ich den Tag nie. Bei jeder Runde wird es besser. Ich zähle die Schritte. Es sind genau 228 Schritte einmal um das Haus. Die Runden zählen spare ich mir. Macht ja irgendwie keinen Sinn. Ich soll ja an nichts denken. Ich laufe hier so allein herum. Es schneit, oh wie schön. Aber ich soll nicht nach oben schauen und dieses Spektakel genießen. Ich liebe den Schnee und verstehe nicht, warum ich mir das nicht ansehen darf. Allein mit mir und meinen nicht enden wollenden Gedanken. Mich ergreift Zweifel. Was mache ich hier eigentlich? Und wie konnte ich mich nur zu so einem Sch... anmelden. Den ganzen verdammten Tag beschleichen mich diese Zweifel. Ich bin unruhig, möchte nach Hause bei meinen Lieben sein. Ich will nicht hier um das Haus wandern und schon gar nicht hier sitzen. Ich schreibe einen Zettel, dass mich die Tür im Meditationssaal nervt. Immer wenn jemand den Raum verläßt und die Tür nicht fest zuzieht, springt sie auf und klappert wie blöd. Kann denn niemand diese verdammte Tür richtig schließen? Kurz vor Ende des Tages erhalte ich meine Antwort. Im Zuge eines Vortrages über Hindernisse, höre ich, dass Unruhe und Zweifel völlig normale Anzeichen sind. Es gibt noch 3 andere Hindernisse für Achtsamkeit, die kann ich mir aber nicht merken. Ist das wichtig? Brauche ich das für die Befreiung? Was soll´s! Auf meiner letzten Runde abends um das Haus beschließe ich mich nicht weiter von der Tür nerven zu lassen. Ich werde sie als Achtsamkeitsglöckchen wahrnehem. Und einfach wenn sie wieder klappert schauen, ob ich noch bei der Sache bin. Aufregen scheint ja nichts zu bringen. Gute Nacht, Claudia.

4. Tag

Same procedure as last day ...! Kleiner Morgendauerlauf. Das Bein wird besser. Ich laufe durch den Schnee. Die Spuren im Spuren werden immer mehr. Ich soll nicht die Spuren vergleichen. Nich denken nur atmen. Geschlafen habe ich immer noch schlecht. Warum ist das so, frage ich mich. Normalerweise schlafe ich nach der ersten Nacht in neuer Umgebung gut. Nur hier nicht. Ich kann weder einschlafen, noch durchschlafen. Ich habe das Gefühl viel zu viel Kaffee getrunken zu haben. Dabei gibt es hier gar keinen Kaffee! Ich bin wach, wacher, am wachesten. Aber ich fühle mich besser, ruhiger, wach und eigentlich ganz ausgeglichen. Heute ist Silvester. Ich wäre gern zu Hause. Der Vorrat an Schokolade schmilzt rapide, soviel Nervennahrung brauche ich. Das Essen ist nach wie vor gut. Auf meinem Tischchen sind heute einige Blütenblätter versträut. Ein schöner Anblick. Ansonsten, alles wie immer.  Am Nachmittag erklärt Aadrian, wenn jemand ein Problem mit der Tür hätte, wäre das nicht durch abstellen lösbar. Die Einstellung dazu müsste geändert werden. Ein bißchen fühle ich mich vera...! Wozu soll ich dann Zettelchen schreiben, wenn es eh nichts bringt. Gut, dass ich mich schon auf andere Weise damit arrangiert habe. Ich bin soweit, was mich vor Jahren zum Abbruch gezwungen hätte, weil ich mir das nicht hätte gefallen lasssen, läßt mich inzwischen kalt. Ich stehe dadrüber. Juchu! Später erfahre ich, dass noch andere Teilnehmer sich über die Tür beschwert haben. Es war also gar nicht nur an mich gerichtet. Wieder einmal falsch gedacht.  Am Abend mein nächsten Gespräch mit Aadrian. Ich berichte von meinem schlechten Vortag und ich bitte um eine Tafel Schokolade. Meine größte Sorge, die Süßration könnte bis zur Abreise nicht reichen. Heute ist Silvester. Aber es passiert nichts aufregendes. Bis 21 Uhr wird gesessen und dann ab ins Bett. Auf eine neue nicht vorhandene Nacht. Aber ich kann die Raketen und Böller hören, die in den Himmel um Mitternacht geschossen werden. Und ich bin mit meinen Gedanken zu Hause.

5. Tag

Same procedure as last day...! Neujahr. Ein neues Jahr hat ohne mich begonnen. Mit mir eigentlich schon, aber ohne wirklich Notiz davon zu nehmen. Gut, alles läuft wie alle anderen Tage. Mal laufe ich schneller, mal langsamer um das Haus. Die Schmerzen werden erträglicher. Meine Hausmittel helfen ein wenig. Wenn ich mal ein bißchen schlafe, träume ich schlecht. Ich träume von Vergangenem. Das macht mich mürbe. Ansonsten bin ich gelassener. Ich kann mich besser auf das Verweilen in der Stille einlassen. Ich höre etwas über die 7 Erleuchtungsglieder. Wenn ich das 7. Erleuchtungsglied den Gleichmut erreicht habe, bin ich dann befreit? Keine Ahnung, mal schauen. Jede Stunde verändere ich meine Sitzposition. Inzwischen hat ein Stuhl neben mir seinen Platz gefunden. Und wenn ich weder liegen noch auf dem Kissen sitzen kann, sitze ich eine Weile auf dem Stuhl. Fest in meine Decke gewickelt. Ach ja, meine Decke. Die Decke ist für mich sehr wichtig geworden. Darin fühle ich mich ein wenig zu Hause. Wenn ich mich so einkuschel und die Augen schließe, rieche ich mein zu Hause. Es kommen schöne Erinnerungen an wunderschöne Stunden auf und ich fühle mich ein klein wenig geborgen. Ansonsten verläuft der Tag ohne große Ereignisse. Ich höre von den 6 Türchen zu meinem Geist und das nur ein Türchen nach innen führt. Das ist das Spüren. Darauf soll ich mich konzentrieren. Es wird nichts anderes von mir erwartet als hier zu sitzen und zu verweilen, den Körper zur Ruhe zu bringen und mich zu entspannen. Gedanken an zu Hause, Probleme und all das soll nicht weiter im Geist rumspuken. Dafür ist später noch Zeit. Na super, dann mal los.

6. Tag

Same procedure as last day...! Alles unauffällig. Mein Tag plätschert so dahin. Vielleicht habe ich die Gegenwehr aufgegeben. Ach, auf meinem Essplatz finde ich eine Tafel Schokolade. Wie herrlich! Ich genieße jeden Bissen und lasse sie ganz zart im Mund zergehen. Auch beim Essen bin ich viel langsamer geworden. Es treibt mich ja nichts. Ich kann mich völlig auf das Essen, Schmecken und Kauen konzentrieren und tue dies auch. Wie manche allerdings noch langsamer essen können ist mir schleicherhaft. Aber wahrscheinlich sind das auch die Schnecken, die um das Haus schleichen. Claudia! Aadrian erklärt wiederholt, dass ich mich mit den Gefühlen und Gedanken die ich habe, nicht identifizieren soll. Ich soll lernen, nicht auf jeden Gedanken aufzuspringen. Na prima, das wird noch schwer. Aber ich merke, in mir passiert etwas. Ich bin gelassener, viel ruhiger, konzentrierter und wirklich bei mir angekommen. Mein Schlaf ist immer noch nicht besser geworden, aber was soll´s. Ärgern bringt nichts. Heute brennt eine Kerze auf meinem Eßplatz. Welch schöne kleine Aufmerksamkeit. Ein Licht für mich. Es ist erstaunlich, wie wir alle miteinander umgehen. Ohne uns anzuschauen und zu sprechen, nimmt jeder Rücksicht auf den anderen. Wir lassen einander den Vortritt beim Gehen durch die Türen, es ist viel Platz am Büffet, alle werden ruhiger, aufmerksamer, achtsamer. Ein sehr schönes Gefühl. Die Yogastunden tun besonders gut. Aadrian läßt uns viel selber üben. Dadurch, dass ich frei üben darf und mein Bein sich immer noch bemerkbar macht, kann ich viele Bewegungen nur unter Schmerzen machen. Und so entdecke ich, wie ich mich fließend, leicht und schmerzfrei bewegen kann. Keine Leistungsdruck, keine Auflagen, kein Muss. Ich mache genau die Bewegungen, die mir und meinem Körper gut tun. Weg von dem Anspruch eine bestimmte Reihenfolge zu üben. Nur was mir wirklich gut tut, mache ich. Das macht meinen Geist wieder mit meinem Körper versöhnlicher.
Beim Einzelgespräch stehen wieder die Themen Vergangenheit auf dem Programm. Ich erfahre von Aadrian, wie ich besser mit der Vergangenheit umgehen kann. Das gibt mir eine grosse Hilfe. Und er berichtet von seinem Onkel Heinz, der ständig alle roten Knöpfe bei ihm drückt, und so alles auf Alarm stellt. Und so einen Onkel hat wohl jeder von uns. Ich muss lernen mit meinem Onkel Heinz besser umgehen zu können. Auch dafür bin ich hier gelandet. Und immer wieder tauchen die drängenden Fragen, die die Zukunft betreffen auf. Wann ist Zeit, sich damit auseinander zu setzen? Wenn der Geist und der Körper zur Ruhe gebracht sind, ist die Gelegenheit nach innen zu schauen und diese Fragen sich zu beantworten. So langsam tauchen erste Anworten auf. Ich lasse mich darauf ein und schaue und vor allem spüre ich, was das mit mir macht. Es geht mir gut.

7. Tag

Der Tag startet noch ganz normal. Aber beim Frühstück ist etwas anders. Die Jalousien vor den Fenstern sind aufgezogen, im Meditationssaal ist es heller, ich kann nach draußen sehen. Ich darf mich wieder langsam öffnen und damit das Spürfeld ganz langsam erweitern. Das ist schön. Es schneit mal wieder. Und ganz vorwitzig strecke ich bei meiner Laufrunde, die Hand aus und fange einige Schneeflocken auf. Oh, wie herrlich. Aber es macht mir auch Angst. Gerade habe ich mich hier so richtig eingefunden. Ich höre einen Vortrag von Buddha und ich soll jetzt in dieser tiefen Ruhe nach Problemlösungen spüren. Das ist von allein irgendwie schon geschehen. Ganz klar liegt mein Ziel jetzt vor Augen. Keine Fragen, keine Zweifel.

8. Tag

Ich habe wunderbar geschlafen. Zum ersten mal in diesen Tagen hier habe ich nicht von der Vergangenheit geträumt. Ich habe vom Jetzt geträumt. Das ist ein so schönes Gefühl, dass ich die Tränen in den Augen aufsteigen fühle.  Ich darf schreiben. Ein paar Zettel und Karten sowie ein Stift warten auf mich. Immer wieder wünsche ich mich für kurze Zeit zurück in die Geborgenheit des Schweigens und nicht Tuns. Ich muss mich von meinem Meditationsplatz verabschieden. Ganz feierlich verneige ich mich vor meinem Platz und danke ihm für die Zeit des Verweilens. Dann wird die Mattenordnung aufgehoben. Beim nächsten mal im Saal sind alle Felle mit den Kissen und den persönlichen Dingen in eimen großen Kreis gelegt. Und wieder habe ich meine altbekannte Nachbarin neben mir. Nun darf ich mir die anderen ansehen. Ganz langsam schauen wir uns an. Manchmal trifft sich ein Blick, manchmal ist es schwer in die Augen zu schauen. Aber es ist kein Muss, kein Zwang. Immer wieder kehren wir in die altbekannte und jetzt so wohltuende Stille zurück. Wie ein sicherer Hafen erscheint dann dieser Ort. Ich soll die Menschen spüren und ihre Stimmung. Und es klappt. Und ich darf sprechen, wenn ich möchte. Jeder bekommt die Gelegenheit etwas in die Runde zu sagen. Es gibt keine Antwort, keine Reaktion von den anderen. Mancher spricht aus, was ihn bewegt. Ich bin hin und her gerissen, ob ich aus der Stille überhaupt gehen möchte, so vertraut ist sie jetzt. Aber ich schaffe es.

9. Tag

Zum ersten Mal essen wir wieder gemeinsam. Auch die Tischordnung im Essraum ist aufgelöst. Ich darf mich, wo ich will an die große Tafel setzten. Und trotzdem ist da noch diese große Stille. Alle anderen Dinge werden weiterhin in geschützen Raum in Stille erledigt. Ich spreche außerhalb der Runde niemanden an und werde nicht angesprochen. Nach und nach werden alle Begrenzungen aufgehoben. Ich darf beim Spazierengehen eine größere Runde machen. Wie herrlich. Ich gehe ganz langsam über den Berg. Noch nicht im Kontakt zu anderen, aber ein Erkunden der nähreren Umgebung. Und bevor es wieder rein geht, laufe ich eine Runde um das Haus links herum. Das fühlt sich falsch an. Ein ganz komisches Gefühl für mich. Am Nachmittag findet eine Tee-Meditation statt. Ich sitze wieder im Kreis, diesmal auf einem frei gewählten Platz, also ist auch diese Ordnung nun für immer aufgehoben. Diese Meditation ist eine wunderschöne Erfahrung. Tee zu trinken in absoluter Achtsamkeit ist wirklich hilfreich. Ich lerne immer wieder zurück in die wohltuende Stille zu gehen. Ab nun darf auch wieder miteinander gesprochen werden. Ganz vorsichtig suche ich Kontakt zu anderen. Einige Gesichter kenne ich aus vergangenen Seminaren. Ich schließe Kontakt zu Menschen aus meiner Gegend und bin froh jemanden mit gleichen Interessen in meiner Nähe zu wissen. Ich schlafe wunderbar in dieser Nacht.

10. Tag

Der letzte Tag ist angebrochen. Ein wenig Angst und Vorfreude teilen sich heute den Platz mit mir. Ich beginne wieder mit meiner gewohnten Laufrunde rechts um das Haus. Alles ein wenig ruhiger und langsamer. Als ich im Kreis sitze um wieder in die Runde zu sprechen, bin ich sehr gerührt. Ich bedanke mich bei meiner Sitznachbarin, sie hat mich mit ihrer Ruhe und Gelassenheit sehr getragen. Am meisten mochte ich ihre grasgrüne Yogahose, die soviel Freude und Frische beschert hat. In der nächsten Gesprächsrunde bedanke ich mich ganz offiziell bei meinen tollen Kindern, die mich hierher haben gehen lassen. Und ich bedanke mich vorallem bei mir selber, dass ich mir die Zeit für diese wichtige Erfahrung geschenkt habe. Wir erfahren voneinander, dass alle mit ähnlichen Gefühlen und Problemen gekämpft haben. Und alle haben durchgehalten. Ich schaue in viele glückliche Gesichter und strahle selber. Und ich erfahre, dass keiner ohne Grund hierher gekommen ist. Laut Aadrian ist keiner so blöd, 10 Tage zum Schweigen zu fahren und noch das Geld zu bezahlen, wenn es nicht wirklich notwendig erscheint. Und ja, es war notwendig. Eine letzte gemeinsame Mahlzeit wartet auf mich. Zusammen sitzen wir, reden, hören zu und schweigen. Wir haben uns als Gruppe gefunden, ohne dass ein Wort gefallen ist. Wir haben einander akzeptiert ohne in Schubladen zu stecken, ohne zu werten oder einzuordnen. Dann ist der Abschied gekommen. nachdem das Haus aufgeräumt und mein Zimmer leergeräumt ist, geht es zur letzen Runde.
Wir verabschieden uns einzeln voneinander mit einer herzlichen Umarmungsmeditation. Nach der Reihe darf ich jeden einmal in den Arm nehmen. Dabei können wir uns innerlich von einander verabschieden um diese Gemeinschaft, die mich durch diese 10 Tage getragen hat aufzulösen. Zum Abschluß noch ein letztes gemeinsames Bild. Dann gehen wir langsam alle unserer Wege. Letzte Adressen werden ausgetauscht und liebe Worte noch mit auf den Weg geben.

Warum habe ich mich zu diesen Retreat entschlossen:

Eine Weile schon beschäftigten mich viele Fragen, die ich mir nicht so recht beantworten konnte. Wie geht meine berufliche Existens weiter? Was kann ich verändern, um besser mit Krisen umzugehen? Wie finde ich wieder mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit? Wie kann ich meine Beziehungen zu anderen Menschen, vorallem für mich schwierigen Menschen verbessern? Wie werde ich friedvoller? Kann ich mir die Zeit geben endlich mal in Ruhe über das Geschehene nachzudenken. Ich habe mich die letzten 2 Jahre in die Arbeit gestürzt und dabei völlig über meine Kräfte gelebt. Ich funktionierte aber ich lebte und fühlte nicht mehr. Und da reifte der Entschluss zu diesem Schweigeseminar. Eine Kur kam für mich nicht in Frage, Sport und Bewegung brauchte ich nicht. Ich brauchte etwas für meinen Kopf, war meine feste Überzeugung. Und Aadrian kannte ich schon von anderen Yoga Seminaren. Bei ihm fühlte ich mich sicher und gut aufgehoben.

Mein Fazit:

Ich bin in 10 Tagen, etwa 28mal 180 Runden mit jeweils 228 Schritten also rund 5.040 Schritte um das Haus gelaufen. Immer rechts herum, außer einmal, wie ihr wisst. Es war für mich eine wundervolle und auch teilweise schmerzhafte Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich hoffe, so einiges für mich objektiver sehen zu können, ohne alles immer wieder zu bewerten und in Schubladen zu stecken. Ich hoffe, immer weniger mit den Kobolden in der Kellerkneipe zu tanzen, sondern mehr mit den Prinzessinen im Thronsaal zu verweilen. Und wenn ich wieder im Keller lande, kenne ich nun einen Weg hinauf. In jedem Moment habe ich nun die Wahl für einen Augenblick zu entscheiden, wo steige ich ein und wo bleibe ich draußen. Und es ist besser öfter draussen zu bleiben und das Ganze aus Entfernung zu betrachten. Ich möchte mehr in der Stille verweilen und mich besser von meinen Gedanken und Gefühlen distanzieren können. Ich arbeite an mir und meiner Einstellung. Atmen, Spüren und Leben im hier und jetzt.

Längst nicht alles, was mich bewegt hat, konnte ich in Worte fassen. Und da ich nicht schreiben durfte, habe ich all dies aus meiner Erinnerung berichtet. Möge man mir kleine Abweichungen verzeihen. Dieser Bericht ist nur meine eigene Erfahrung. Jeder von uns Teilnehmern hat diese Tage bestimmt ganz anders erlebt. Es gibt kein Patentrezept und keine für alle geltende Lösung.

Ich danke Rika und Tom, dass sie Silvester ohne mich verbracht haben. Meiner Mutti und meinem Vater, für ihre mutmachenden Worte. Meiner lieben Freundin Simone, die für mich gearbeitet hat.  All meinen lieben Freunden und Weggefährten und vor allem, all meinen Schülern, die gespannt erfahren möchten, wie es für mich war.

Ich danke Kati und Aadrian für die sehr gute und liebevolle Betreuung. Ich komme wieder!

Nimm dir Zeit zum Lesen. Und wenn du selbst einmal an so einem Retreat teilnehmen möchtest, dann trau dich. Infos, auch über kürzere Retreats, findest du unter www.buddhayoga.de

Ich wünsche dir alles Gute. DANKE